In „Maria, ihm schmeckt`s nicht“ wurde ein Kapitel deutscher Geschichte sensibel in Szene gesetzt, das noch gar nicht so weit zurück liegt – die „Wellen“ der Gastarbeiter, die von uns angeworben wurden, es jedoch in der Fremde, zumindest am Anfang, nicht leicht hatten.
Denn natürlich vermissten die Südländer Sonne, Meer und mediterrane Lebensart. Dazu kam, dass sich manch` Deutscher mit den „Spaghetti-Fressern“ nicht leicht tat. Zumal dann, wenn die eine Wohnung suchten oder aber eine deutsche Maid gefreit haben … Probleme, die, zum Glück, schon lange passé sind.
Denn gerade unsere aus Italien stammenden Mitbürger sind integriert, wie kaum eine Volksgruppe sonst. Viele sind mit Deutschen verheiratet und haben Kinder, die beides in sich tragen – das Temperament Italiens wie auch die Sachlichkeit der Deutschen:
Das war auch die Heldin des Films, eine Halbitalienerin, die einem Deutschen einen Antrag gemacht und diesen, zum großen Fest, in das abgelegene Heimatdorf des Papas entführt hat. Und der fühlt sich bald wie im falschen Film, erkennt die Liebste nicht wieder und fühlt sich verschaukelt, wenn er satt Schnitzel oder Straussenfleisch von der Straussenfarm andauernd Muscheln und Tintenfisch serviert bekommt. Zumal er gegen Meeresfrüchte zumindest eine Aversion, wenn nicht gar eine Allergie mir sich herum trägt …
Dabei erweisen sich dann auch die Italiener als keineswegs vorurteilsfrei, beschimpfen die Deutschen als herzlose Roboter und können nicht glauben, dass jemand nicht schwimmen kann. Probleme, die freilich auch schon dann drohen können, wenn ein fideler Rheinländer mit einen unterkühlten Nordlicht anbandelt. Gegensätze ziehen sich an, aber gleich und gleich gesellt sich eben auch nicht schlecht!