Frostige Zeiten bei Facebook

Schon im kommenden Jahr werden bei Facebook im wahrsten Sinne des Wortes frostige Zeiten anbrechen. Dann nämlich will das Unternehmen im Norden von Schweden, nicht weit entfernt vom Polarkreis, die erste von drei neuen Serverhallen in Betrieb nehmen.

In Lulea, einer Stadt mit 45.000 Einwohnern soll das erste europäischen Datenzentrum von Facebook entstehen. Geplant ist, bis zum Jahre 2014 insgesamt drei Serverhallen in Betrieb zu nehmen. Weltweit wird dies damit erst das dritte Datenzentrum von Facebook werden.

Die Wahl auf die schwedische Stadt knapp unterhalb des Polarkreises fiel nach sehr sorgfältiger Prüfung und reichlicher Überlegung

Die Verantwortlichen betonen, dass gerade hier hervorragende klimatische Bedingungen herrschen, um die Server immer auf den notwendigen kühlen Temperaturen zu halten. Ein weiterer großer Vorteil des Standortes ist die Lage am Bottnischen Meerbusen.

Das Datenzentrum wird später unter der vollen Auslastung auch einen enormen Energiebedarf benötigen und dieser kann mit Strom aus Wasserkraft abgedeckt werden. Wenigstens denken hier die Verantwortlichen von Facebook mal sehr nachhaltig und bewusst, im Gegensatz zu manchem Vorgehen in Sachen Datenschutz und dessen Vernachlässigung.

Notwendig wird der Bau des Rechenzentrums für Facebook.de aber unbedingt, denn bei mittlerweile mehr als 800 Millionen Nutzern auf der ganzen Welt entsteht ein gigantischer Datenverkehr, der mit den bisherigen Serverzentren nicht mehr zu abzuwickeln ist. Wie viel der Bau des Standortes in Nordschweden kostet, ist bisher noch nicht bekannt und von Facebook selbst wurden dazu auch noch keine Angaben gemacht.

Es ist aber durchaus denkbar, dass die drei Serverhallen in erster Linie dafür genutzt wird, um hier die Nutzerdaten aller europäischen Facebook-Mitglieder zu verwalten.

Doch genau bei diesen Nutzern schrillen nun die Alarmglocken

denn in Schweden gibt es ein nationales Gesetz, dass es erlaubt, den Internetverkehr ohne richterliche Anordnung anzapfen zu dürfen und die Daten zu überprüfen. Betroffen davon wären in diesem Fall aber nicht nur die schwedischen Nutzer von Facebook.

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