2005 war für die Hersteller der MP3-Player in der Bundesrepublik Deutschland das beste Jahr in ihrer Geschichte. Die Branche setzte in diesem Zeitraum 8,4 Millionen Geräte um und erwirtschaftete einen Umsatz von mehr als 700 Millionen Euro.
Doch nach dem Boom folgte der Absturz
Seit diesem Jahr sind die Umsätze der tragbaren Musikspieler stark rückläufig. Im Jahr 2010 wurden gerade noch 5,7 Millionen Geräte an den Mann gebracht und ein Umsatz von etwa 400 Millionen Euro erwirtschaftet.
Dabei bescheinigen zahlreiche Tests, dass die Qualität der Geräte immer besser und das Preis-Leistungsverhältnis immer fairer wird.
Schuld an den rückläufigen Zahlen sind nicht die MP3-Player, sondern die Handys.
Im Mobiltelefon ist inzwischen standardisiert ein MP3-Player integriert. Im Laufe der letzten Jahre wurden die Qualität der integrierten Musikspieler immer besser.
Dies betrifft insbesondere die Smartphones
Die dort eingesetzten MP3-Player stehen der Qualität der tragbaren Nur-Musikspieler in nichts nach. Das Handy wird somit zum MP3-Player der Zukunft.
Dies beweisen auch die Absatzzahlen. Das Smartphone boomt. Im Jahr 2010 legte der Absatz der „klugen Telefone“ in der Bundesrepublik um fünf Prozent zu und erwirtschaftete einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. Mehr als zehn Millionen Geräte wechselten den Besitzer. Bereits jetzt ist klar, dass diese Werte im Jahr 2011 noch einmal übertroffen werden. Im ersten Quartal 2011 wurden 19 Prozent mehr Smartphones als noch in den ersten drei Monaten 2010 verkauft, während der Absatz der MP3-Player wieder einmal zurückging.
Dieser Trend beschränkt sich nicht nur auf Deutschland
Der Umsatz der Mobiltelefone (und insbesondere Smartphones) stieg zuletzt weltweit um 43 Prozent, während die Erlöse für die MP3-Player schrumpften. Allein die Verkaufszahlen von Apples iPod brachen um 17 Prozent ein. Hartnäckig halten sich die Gerüchte, der Apfelkonzern plane, den MP3-Player komplett einzustampfen. Es wäre wohl eine Handlung mit Vorbild-Charakter für andere Konzerne. (A-045143)
Music Note von Peter Griffin
