Die Einführung der Studiengebühren trägt immer mehr dazu bei, dass immer weniger Abiturienten sich für ein Studium entscheiden. Die meisten ziehen eine Ausbildung vor. Für viele Studenten bedeutet die Zahlung der Studiengebühren eine erhebliche Belastung während des Studiums. Es muss viel mehr an Zeit für das Ausüben einer Beschäftigung aufgebracht werden, die notwendig ist, um die laufenden Lebenshaltungskosten, wie Miete, Lebensmittel usw. zu decken. Diese Zeit fehlt für das Studium.
Gerade sozial schwache Familien können ihren Kindern kaum noch ein Studium finanzieren. Dies hat zur Folge, dass es immer weniger gut ausgebildete Fachkräfte gibt. Der Fachkräftemangel wird bereits seit mehreren Jahren von Unternehmen und Betrieben mit großer Sorge verfolgt. Gerade Ingenieure werden verzweifelt gesucht und reißen große Löcher in die Kassen der Wirtschaft. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften stoppt den Fortschritt deutscher Firmen im globalen Zusammenhang. Aufträge können nicht angenommen werden und kosten die Wirtschaft jährlich Milliarden von Euro. Allein im Jahr 2009 blieben Tausende von Techniker – Arbeitsplätzen unbesetzt.
Die Lücken im Bildungssystem, ungenügende Betreuungsangebote, unzureichende Unterstützung von Kindern aus sozial schwachen Verhältnissen und die steigende Kinderarmut sind Faktoren, die den Standort Deutschland für viele Unternehmen immer uninteressanter machen. Handwerksbetriebe aus Ostdeutschland sind bereits auf der Suche nach Auszubildenden aus Polen, da viele Betriebe keine deutschen Auszubildenden finden konnten.
Um auch Kindern aus finanziell schlechter gestellten Familien die Tür zum Arbeitsmarkt offen zu halten engagieren sich viele Verbände und Stiftung mit Projekten wie z.B. den Social Day in Düsseldorf, der von der Euroweb Stiftung gesponsert wird. Hier werden Jugendliche mit Workshops an den Bereich „Medien“ herangeführt.









